Korrektur eines extrem steilen Hufes
22. August 2026Steiler Huf – Erste Korrektur als Beginn eines längeren Weges
Nicht jeder steile Huf ist gleich. In diesem Fall lag bereits ein Röntgenbild vor, auf dem degenerative Veränderungen im Bereich des Hufes erkennbar waren. Die Besitzerin wurde deshalb von ihrer Tierärztin an uns verwiesen, um eine huforthopädische Beurteilung und Erstversorgung durchführen zu lassen.

Gründliche Beurteilung vor der ersten Korrektur
Zu Beginn verschafften wir uns einen umfassenden Eindruck von der aktuellen Situation. Ziel war es, die vorhandene Fehlstellung möglichst gut zu beurteilen und die erste Korrektur so durchzuführen, dass der Huf wieder in eine günstigere funktionelle Balance gebracht wird.

Wie am Bild zu sehen, war der Huf sehr steil und wir mussten uns erst einen Überblick verschaffen.

Nach der Bearbeitung ließen wir das Pferd zunächst einige Schritte gehen. Dadurch konnten wir beurteilen, wie sich die Veränderungen auf das Gangbild auswirkten und welche Anpassungen für den endgültigen Beschlag erforderlich waren.

Die Sohlenfläche zeigte keine großen Besonderheiten, was in diesem Fall ungewöhnlich war. So steile Hufe zeigen meist auch von der Sohlenfläche deutliche Veränderungen.

Individuell angefertigte Hufeisen
Erst danach wurden die Hufeisen individuell angefertigt und angepasst.
Besonders auffällig war der deutliche Unterschied zwischen dem linken und rechten Huf. Entsprechend unterschieden sich auch die beiden Hufeisen erheblich in ihrer Form. Genau diese Individualität ist bei solchen Fällen entscheidend, denn jeder Huf muss entsprechend seiner eigenen biomechanischen Situation versorgt werden.

Sichtbare Veränderung bereits nach dem ersten Termin
Nach Abschluss der Arbeiten wurde das Pferd erneut vorgeführt.
Bereits dabei war eine Veränderung im Bewegungsablauf zu erkennen. Besonders erfreulich war die Reaktion der Besitzerin, die den Eindruck hatte, dass ihr Pferd bereits besser ging.
Auch einige Tage später bestätigte sie uns diesen positiven Eindruck nochmals.
Der erste Termin ist erst der Anfang
So erfreulich eine erste Verbesserung auch ist – sie bedeutet noch keine vollständige Lösung.
Ein steiler Huf mit bereits vorhandenen degenerativen Veränderungen entwickelt sich meist über einen langen Zeitraum. Ebenso braucht auch die Rehabilitation Zeit. Ziel der ersten Versorgung ist es, die Belastung zu verbessern und die Grundlage für die nächsten Korrekturen zu schaffen.
Mit regelmäßigen Kontrollen, angepassten Beschlägen und einer konsequenten Betreuung kann der Huf Schritt für Schritt weiterentwickelt werden.
Genau deshalb betrachten wir die erste Korrektur nicht als Abschluss, sondern als den Beginn eines gemeinsamen Weges.
Vielseitigkeitsreiterin Elke Ohrenberger über Hoofprotection:




